Es bedarf weiterer Forschung zur Verwendung von Zitronensäure in E-Liquids, um deren Fähigkeit zur Bildung potenziell schädlicher Anhydride in den Dämpfen besser zu verstehen.
Zitronensäure kommt natürlich im Körper vor und gilt in den USA allgemein als sicher für die Verwendung in medizinischen Inhalationsprodukten. Allerdings kann es bei den Betriebstemperaturen einiger Verdampfungsgeräte zu einer thermischen Zersetzung von Zitronensäure kommen. Bei etwa 175–203 °C kann sich Zitronensäure in Citraconsäureanhydrid und dessen isomeres Itaconsäureanhydrid zersetzen.
Bei diesen Anhydriden handelt es sich um Atemwegssensibilisatoren – Chemikalien, die beim Einatmen allergische Reaktionen hervorrufen können, die von Heuschnupfensymptomen bis hin zum anaphylaktischen Schock reichen.
Wissenschaftler von British American Tobacco analysierten mithilfe von Gaschromatographie in Kombination mit Flugzeitmassenspektrometrie den Dampf, der beim Erhitzen von Zitronensäure-haltigem E-Liquid in einem Verdampfungsgerät entsteht. Das verwendete Gerät war eine E-Zigarette der ersten Generation (ähnlich einer herkömmlichen Zigarette). Die Wissenschaftler konnten die hohe Menge an Anhydrid im Dampf messen.
Die Ergebnisse wurden heute auf der Jahrestagung der Nicotine and Tobacco Research Association in Florenz, Italien, vorgestellt.
„Die Zitronensäure in E-Liquids kann, je nach Gerät, zu hohen Konzentrationen von Citraconsäure und/oder Itaconsäureanhydrid in den Dämpfen führen“, sagte Dr. Sandra Costigan, Chef-Toxikologin bei Vaping Products.
„Wir glauben jedoch an den verantwortungsvollen Umgang mit Aromen und haben einige Aromen aus unseren Produkten entfernt.“ Costigan erklärte, dass dies vor der Vermarktung des Öls untersucht wurde.
Viele Experten im Bereich der öffentlichen Gesundheit sind überzeugt, dass E-Zigaretten ein großes Potenzial haben, die gesundheitlichen Folgen des Rauchens deutlich zu reduzieren. Public Health England, die dem britischen Gesundheitsministerium unterstellte Behörde, veröffentlichte kürzlich einen Bericht, demzufolge der Konsum von E-Zigaretten schätzungsweise 95 % weniger schädlich ist als das Rauchen herkömmlicher Zigaretten. Das Royal College of Physicians erklärte, die Öffentlichkeit könne darauf vertrauen, dass E-Zigaretten wesentlich sicherer seien als herkömmliche Zigaretten und dass sie als Alternative zu diesen breit beworben werden sollten.
Sollten Sie einen Tippfehler oder eine Ungenauigkeit entdecken oder eine Änderung des Seiteninhalts beantragen wollen, nutzen Sie bitte dieses Formular. Für allgemeine Fragen verwenden Sie bitte unser Kontaktformular. Für allgemeines Feedback nutzen Sie bitte den untenstehenden Kommentarbereich (Empfehlungen erwünscht).
Ihr Feedback ist uns sehr wichtig. Aufgrund der Vielzahl der Nachrichten können wir jedoch keine individuellen Antworten garantieren.
Ihre E-Mail-Adresse dient ausschließlich dazu, den Empfängern den Absender der E-Mail mitzuteilen. Weder Ihre noch die Adresse des Empfängers werden für andere Zwecke verwendet. Die von Ihnen eingegebenen Informationen werden in Ihrer E-Mail angezeigt und von Medical Xpress in keiner Form gespeichert.
Erhalten Sie wöchentliche und/oder tägliche Updates per E-Mail. Sie können sich jederzeit abmelden und wir geben Ihre Daten niemals an Dritte weiter.
Diese Website verwendet Cookies, um die Navigation zu erleichtern, Ihre Nutzung unserer Dienste zu analysieren, Daten zur Personalisierung von Werbung zu sammeln und Inhalte von Drittanbietern bereitzustellen. Durch die Nutzung unserer Website bestätigen Sie, dass Sie unsere Datenschutzrichtlinie und Nutzungsbedingungen gelesen und verstanden haben.
Veröffentlichungsdatum: 12. April 2023
